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Erich Fried

"Bewegte Lyrik" zeigt meine ersten Versuche, Gedichte in Bewegung darzustellen, d.h. inhaltliche und formale Effekte dieser Gedichte zu visualisieren.

Solche Visualisierungen sind immer subjektive und damit einseitige Interpretationen und Verengungen der ursprünglichen, offenen Kunstwerke. Im Grund müßte, wenn überhaupt, jedes Gedicht mehrfach visualisiert werden, um seine Fülle anzudeuten - und doch nie auszuschöpfen.

Um alle synästhetischen Ebenen eines Gedichts zu zeigen, könnte man es auch noch mit Musik und Geräuschen unterlegen. Gleichzeitig bin ich aber skeptisch bei jedem Versuch, "leise" Gedichte mit einem modischen Multimedia-Feuerwerk zu erschlagen.

Die Animationen wurden mit Powerpoint erstellt und funktionieren daher im Internet nur, wenn der "Powerpoint Animation Player" installiert ist. Falls das auf Ihrem Computer noch nicht der Fall ist, können Sie ihn hier downloaden:

Microsoft PowerPoint Animation Player (868 KB)

 

r Vista:

 

PowerPoint 2003-Add-In: Office Animation Runtime (3,7 MB)

 

Die Animationen scheinen nur im Microsoft Internet-Explorer, nicht aber unter anderen Browsern zu laufen. Jegliches Runterladen des "Powerpoint Animation Players" bzw. des "PowerPoint2003-Add-Ins" und Betrachten meiner Animationen erspart sich demnach (leider) für Benutzer anderer Browser.

Sie können jede Animation in Größe des ganzen Bildschirms und ohne Browser sehen, wenn Sie mit der rechten Maustaste in die Animation und im dann erscheinenden Kontextmenü mit der linken Maustaste auf "Full Screen" klicken. Rückkehr zum Browser erfolgt mit der Esc-Taste.

 

Joseph von Eichendorff

Aus dem Leben eines Taugenichts
[Die Bewegung eines Satzes]

Joseph von Eichendorff

Abendlied

Chr. B. Verspoell

O selige Nacht

Heinrich Heine

[In mein gar zu dunkles Leben]

Eugénio de Andrade

Lächeln

Johann Wolfgang Goethe

Rastlose Liebe

Eugen Gomringer

Schweigen

Christian Morgenstern

Das ästhetische Wiesel

Uwe Johnson

Mutmaßungen über Jakob
[die Macht eines Satzes]

Joseph von Eichendorff

Ausschnitt aus
Mondnacht

Hans Magnus Enzensberger

Ausschnitt aus
Ins Lesebuch für die Oberstufe

Novalis

Es färbte sich die Wiese grün

PS: Jahre später:

Die hier vorgelegten Gedichtanimationen haben (inzwischen) zwei Nachteile:

  1. sie stammen noch aus der Steinzeit des Internets, als der Aufbau der Seiten noch sehr lange dauerte (was heutzutage ja auch noch vorkommen soll :-).
    Bei einer guten Verbindung laufen sie aber inzwischen so schnell, dass man kaum mehr Zeit hat, die Texte (in Ruhe) zu lesen.
    Ich werde dennoch nichts daran ändern. Ein Grund dafür liegt auch in
  2. : Seinerzeit waren noch (mit Powerpoint) reichlich wenige und sehr beschränkte Effekte möglich. Zwar geht es mir nicht um die gängige Effekt-Hypertrophie, wohl aber darum, den angemessenen Effekt verwirklichen zu können.
    Beispielsweise gibt es heutzutage erheblich bessere Möglichkeiten etwa mit "Flash", dessen Nichtigkeit aber gleichzeitig leider immer mehr das Internet überschwemmt.
    Ich habe schon vor Jahren beschlossen, nicht mehr an den Programmen weiter zu arbeiten, weil mir die Effekte zu abrupt und - im Rahmen der technischen Möglichkeiten - oft auch zu billig 1:1 waren (wenn die Farbe Grün erwähnt wird, wird auch der Bildschirm grün: gähn!).

Dennoch bin und bleibe ich überzeugt, dass die visuelle Umsetzung ein sehr schöner Einstieg in Lyrik insbesondere in der Mittelstufe ist.