"Lies! Im Namen deines Herrn, der erschuf, erschuf den Menschen aus einem Klumpen Blut. Lies!"
(erste Worte des Erzengels Gabriel an Mohammed)

  "Und wie der Rauschgiftsüchtige, der keinen Schritt tut, ohne ein ausreichendes Quantum der tödlichen Substanz mitzunehmen, wage auch ich mich niemals weit fort, ohne mich mit einem erheblichen Vorrat an Lesestoff einzudecken."
(Somerset Maugham)
  "Während wir gingen, holte Britta ihr Märchenbuch hervor und roch daran. Und dann rochen wir alle daran. Neue Bücher riechen so gut - man kann am Geruch förmlich merken, wie schön es sein wird, sie zu lesen.
Dann fing Britta an zu lesen. Ihre Mama hatte auch gesagt, die Bücher sollten bis zum Weihnachtsabend aufgehoben werden. Aber Britta sagte, sie wolle nur ein ganz kleines bisschen lesen. Nachdem sie ein ganz kleines bisschen vorgelesen hatte, fanden wir es alle so spannend, dass wir sagten, sie solle ruhig noch etwas mehr lesen. Sie las noch ein Stückchen, aber das nützte nichts, denn als sie das nächste kleine Stück gelesen hatte, war es noch immer genauso spannend.
»Ich muss wissen, ob der Prinz verzaubert wird oder nicht«, sagte Lasse.
Und da musste sie noch ein kleines Stück lesen. So ging es weiter. Als wir nach Bullerbü kamen, hatte Britta uns das ganze Buch vorgelesen. Aber sie sagte, das schade nichts, denn sie könne es am Weihnachtsabend noch mal lesen."
(Astrid Lindgren in "Wir Kinder aus Bullerbü")

 

"Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Ehrfurcht, Bildung ohne Herz ist eine der schlimmsten Sünden gegen den Geist."
(Hermann Hesse)

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„Ohne auch im mindesten den Anspruch auf eigentliche Gelehrsamkeit zu machen, habe ich mich doch bestrebt von Kindheit an den Sinn des Besseren und Weisen jedes Zeitalters zu fassen. Schande über einen Künstler, der es nicht für seine Schuldigkeit hält, es hierin wenigstens so weit zu bringen."
(Ludwig van Beethoven)

"Unsere sprachliche Kreativität ist [...] unserer wissenschaftlichen Fähigkeit weit überlegen. [...] Es ist durchaus möglich [...], dass wir aus Romanen stets mehr über das menschliche Leben und die menschliche Persönlichkeit lernen werden als aus der [W]issenschaft [...]."
(Noam Chomsky)

"Für alle Leserinnen und Leser, die das Geheimnis der Fiktion kennen und respektieren."
(Sibylle Knauss)

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"Wer nicht liest, ist doof."
 

  "Haben Sie alles selbst erlebt oder ist es nur ausgedacht?
Nur?
Nur ausgedacht. Diese Frage ist so empörend, die wird nicht beantwortet. Punktum."
(Elke Heidenreich; Foto: Mark Wohlrab)

"Welcher Krämer könnte je begreifen, daß die ganze Schönheit dieser Welt in einem Tautropfen steckt, daß es sich für einen einzigen gelungenen Satz lohnt, gelebt zu haben."
(Konrad Hansen)

 

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"Wie viel Mathematik braucht der Mensch? Falsch gefragt. Der Mensch braucht keine Mathematik; Romane, Gedichte, Kunst, Musik, Theater, Geschichtsbewusstsein, Lebensverständnis ... braucht er."
(Horst Witte)

 

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"Es ist Kultur, ihr Trottel!"
 
(Ulrich Greiner)

 

"Gibt es außer der literarischen Sprache noch eine, die mir nichts verkaufen will?"
(Martin Walser)

 

"Die Sprache ist wie ein Personalausweis für den Menschen, mehr noch, sie ist sein Gesicht und seine Seele."
(Ryszard Kapuściński)

 

"Lesen ist ein Weg, seinen Geist beieinander zu halten. Man muss alles erfinden. Beim Lesen muss man die ganze Arbeit selbst erledigen. Das trainiert diese seltsamen Muskeln, von denen niemand weiß, wo sie sitzen: die Fantasie-Muskeln."
(Terry Gilliam)

 

"[...] hier handelt es sich um eine Geschichte über einen Ort, an dem das Lesen noch ein echtes Abenteuer ist! Und Abenteuer definiere ich ganz altmodisch [...]: »Eine waghalsige Unternehmung aus Gründen des Forschungsdrangs oder des Übermuts; mit lebensbedrohlichen Aspekten, unberechenbaren Gefahren und manchmal fatalem Ausgang.«"
(Walter Moers)

 

"Wenn ich ein Buch lese, empfinde ich es [...] nicht so wichtig zu verstehen, als mir vielmehr zu dem Gelesenen etwas vorzustellen."
(Orhan Pamuk)

 

"Dichtung und Kobold ist eins."
(Pumuckl)