Mathematik:
[...] wurde im 15. Jh. aus [...] lat.
(ars) mathematica entlehnt, das seinerseits aus
griech. mathematike (téchne) Übernommen
ist. Das zugrundeliegende Adjektiv griech.
mathematikós »lernbegierig; wissenschaftlich;
mathematisch« ist von griech. máthema
"das Gelernte, die Kenntnis" abgeleitet [...]. Stammwort
ist griech. manthánein (Aorist: mathein)
»[kennen]lernen, erfahren« [...]
(Duden)
freie Künste
(Artes
liberales) [...] In der Spätantike
bildete sich für die freien
Künste ein fester Kanon von sieben
Fächern heraus, drei sprachliche
(Grammatik, Rhetorik, Dialektik) und
vier mathematische
(Arithmetik, Geometrie, Astronomie
[!], Musik
[!])
[...].
(Brockhaus Multimedial 2004)
Paul Janositz (Tagesspiegel): "Ist der
Lehrplan [im Fach Mathematik] nicht schon
vollgestopft?"
Günter M. Ziegler
(Professor für Mathematik an der TU Berlin,
Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung):
"Ja, die Lehrer brauchen mehr Freiräume. Sie hecheln
mit dem Stoff hinterher, statt sagen zu können:
heute erzähle ich euch etwas Spannendes aus der
Mathematik, das steht nicht im Lehrplan, aber es
begeistert mich selbst. [...] Wir brauchen
sicherlich auch mehr Zeit für den
Mathematikunterricht [...]. Nicht um mehr Stoff zu
pauken, sondern um mehr bunte Mathematik zu zeigen."
"Weil du gerade Geometrie und Trigonometrie
machst, will ich dir eine Aufgabe geben: Auf dem
Meer ist ein Schiff, es kommt von Boston, es ist
beladen mit Indigo, es hat zweihundert
Registertonnen und segelt nach Le Havre, der
Großmast ist zerbrochen, auf der Back befindet sich
ein Schiffsjunge, Passagiere gibt es insgesamt
zwölf, der Wind steht Ostnordost, die Schiffsuhr
zeigt nachmittags Viertel nach drei, und es ist Mai
. . . Wie alt ist der Kapitän?"
(Gustave Flaubert)